Schnellschach-Meisterschaft 2018 WK V

6. Platz in der WK V

Mit Optimismus und Hoffnung auf eine gute Platzierung starteten wir in das Turnier. Es wurden 5. Runden im Schweizer System mit jeweils 15 Min Bedenkzeit gespielt. An Brett 1 ging Leander Vassiliou auf Punktejagd. Durch seine guten Platzierungen beim eigenen Weihnachtsturnier und beim Beethoven-Weihnachtsturnier spürte man seinen Siegeswillen. An Brett 2 ging Tony Nguyen an den Start. An Brett 3 spielte Andreas Georgiadis, der nach dem unglücklichen Abschneidet beim eigenen Weihnachtsturnier einiges Beweisen wollte. Das Quartett komplettierte Irini Magkli, die unsere Schule an Brett 4 repräsentierte.

Mannschaft

Athene – Reinhardswald: 3:1  

In der ersten Runde traten wir gegen die Mannschaft der Reinhardswald Grundschule an. Ein an den ersten Brettern stark besetzter Gegner. Es entwickelten sich auch gleich spannende Partien. Andreas an Brett 2 konnte sich gut durchsetzen und wir gingen mit 1-0 in Führung. Auch Toni an Brett 2 konnte seinen Gegner bezwingen so, dass wir alle auf Leander und Irini schauten. Irini stand leider auf Verlust und die Spannung war hoch. Sie verlor dann auch ihre Partie und beim Stand von 2-1 war uns mindestens das Unentschieden sicher. Jedoch wollten wir mehr. Leander stand zwar gut aber der Gegner konnte auch Schach spielen. Erst kurz vor Ablauf seiner Bedenkzeit konnte Leander durch eine Kombination seinen Gegner in starker Bedrängnis bringen und schließlich auch Matt setzen. Unser erster Sieg im ersten Spiel und ein guter Start in das Turnier.

Athene – Fritz-Karsen-Schule: 2-2

In der 2. Runde durften wir gegen die Mannschaft der Fritz-Karsen Grundschule ran. Ebenfalls eine starke Mannschaft (Am Ende 3. Platz) gespickt mit Vereinsspielern und einem sehr starken ersten Brett. Auch in diesem Spiel konnten wir schnell vorlegen. Tony konnte an Brett 2 mit einer Läufer-Dame Kombination Mat setzen. Andreas an Brett 3 spielte ebenfalls groß auf du gewann seine Partie souverän. Beim Stand von 2-0 bot Leander seinem Gegner ein Remis an, das dieser leider nicht annahm. Auch der Gegner von Irini wollte weiter spielen, suchte seine Chance und fand diese auch. Irini übersah das drohende Mat und verlor ihre Partie. Nur noch 2-1 und wir hofften auf eine Wiederholung  aus der ersten Runde. Leider kam es anders, den Leander spielte bzw. blitze unter extremer Zeitnot und fand kein Durchkommen. So kam das Endergebnis von 2-2 zu Stande. Mit 3 aus 4 Mannschaftspunkten aus den ersten beiden Runden konnten wir ganz gut leben.

6.Platz

Am Stadtpark Steglitz I – Athene: 1-3

Unser Gegner in der 3. Runde war die Mannschaft der Grundschule am Stadtpark I, vom früheren Schulschachreferenten Mathias Oberthür. Es entwickelten sich ordentliche Partien. Leander, Tony und Andreas spielten gut und konzentriert. Rochierten, entwickelten ihre Figuren und bereiteten ihre Angriffe sorgfältig vor. Alle drei gewannen schließlich ihre Partien. Lediglich Irini ließ ihren Punkt liegen, was aber auch am guten Spiel ihres Gegners lag. Am Ende stand ein verdientes 3-1 für uns.  

 

Evang. GS Friedrichshagen – Athene: 1-3

Nun bogen wir langsam auf die Zielgerade. Die 4. Runde brachte uns die Mannschaft der Evangelischen Grundschule Friedrichshagen, die auch mit Vereinsspieler gespickt waren. Kein Spiel für schwache Nerven. Andreas und Tony waren in Höchstform und gewannen ihre Partien. Wir gingen mit 2-0 in Führung. Wollten wir in der letzten Runde eine Chance aufs Treppchen, so musste ein Sieg her. Leander gab ein Remisangebot ab, aber der starke Gegner sah seine Chance. Er stand besser und konnte die Partie gewinnen. Es stand nur noch 2-1 für uns. Alle schauten auf das Brett von Irini. Dort hatte der Gegner auch ein Remisangebot ausgeschlagen, obwohl Irini besser stand. Die Partie lief für Irini zwar gut aber einerseits die vielen Personen am Brett anderseits die Zeit im Nacken führten dazu, dass sie Fehler in ihrem Spiel zuließ. Unser Glück war, dass auch der Gegner Fehler in seinem Spiel hatte. Irini schaffte nun endlich den entscheidenden Zug zu finden, der das Mat vorbereitete. Der Stein der allen vom Herzen fiel wog gefühlt Tonnen! Der Druck fiel ab und wir freuten uns alle sehr über das 3-1 und die sehr gute Ausgangsposition die wir uns erspielt hatten.

Athene – Private GS Pankow : 0-4

Ein Blick auf die Tabelle vor der letzten Runde stimmte uns einerseits fröhlich und stolz andererseits war klar, dass jetzt ein Brocken auf uns wartet. Dieser Brocken war die Private GS Pankow, die in den vier Runden zuvor alle Spiele absolut souverän gewann und lediglich einen halben Brettpunkt abgab. Wie motiviert man eine Mannschaft gegen einen schier übermächtigen Gegner zu spielen? Gar nicht! Es war Motivation genug für alle Beteiligten sich mit der besten Mannschaft messen zu dürfen.

Leider hatte ich jedoch das Gefühl, dass unsere bisherige Ergebnisse und Spielweise für zu viel Euphorie gesorgt haben. Tony und Andreas vergasen ihre Stärken. Ich stand schockiert daneben und musste mit ansehen, wie innerhalb von 4 Minuten zwei Partien verloren gingen. Tony und Andreas blitzen (zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt des Turniers) ihre Partien runter und unterlagen. Irini nahm sich mehr Zeit für ihre Züge musste sich jedoch dem stärkeren Gegner geschlagen geben. 0-3 das Spiel war gelaufen. Ich hoffte noch auf den Brettpunkt, der sich noch als wichtig erweisen könnte. Der kam leider auch nicht. Leander, der gegen einen starken Vereinsspieler antreten musste, strich ebenfalls die Segel. Ein deutliches 0-4 gegen eine Mannschaft, die garantiert um den Deutschen Meistertitel mitspielen wird! Davon bin ich überzeugt. Pankow gewann das Turnier absolut souverän mit 10 Mannschaftspunkten und 19,5 Brettpunkten. Eine tolle Leistung von Pankow, die man neidlos anerkennen muss!!

Nun begann das Rechnen. Würde es eventuell noch für den 3. Platz reichen? Nun…es reichte nicht, weil die anderen Mannschaften hinter uns ihre Spiele gewannen und gut dabei punkteten. So waren wir zwar am Ende punktgleich mit dem 3. Platz belegten aber selber aufgrund der Brettpunkte den 6. Platz.

Fazit:

Alle hat hatten viel Spaß. Wir sind mit Ambitionen angereist und wurden nicht enttäuscht. Das Ergebnis ist bei unserer zweiten Teilnahme überhaupt einfach grandios! Alle Beteiligte haben „Blut geleckt“ und wir sind uns einig, dass wir nächstes Jahr wieder angreifen wollen. Bis dahin heißt es üben, üben, üben und bei weiteren Turnieren Spielpraxis sammeln.
Herzlichen Glückwunsch an alle vier Schüler. Sie haben unsere Schule am Brett würdig vertreten und ein vorbildliches und faires Verhalten gezeigt.