Tolle Ergebnisse bei der Schulschachmeisterschaft

Am Mittwoch, den 27.6. fand die Schulschachmeisterschaft statt. Besonders daran war, dass nur Schachspieler mitspielen durften, die nicht im Verein spielen. Das war für uns eine gute Gelegenheit ein paar Kinder mitzunehmen, die sonst nicht bei den Turnieren berücksichtigt wurde. So war es kein Wunder, das 3 der 10 anwesenden Athene-Kids noch keinerlei Turniererfahrung hatten.

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Blick in die Aula der Max-Planck-Oberschule

Wer jetzt glaubt, dass wir wohl keine Chance gehabt hätten, irrt sich dennoch gewaltig. Alle Kinder waren sehr motiviert und konnten – auch wenn nicht immer alles gelang – dies auch am Brett zeigen. Am Ende hatten alle Spieler mindestens 2 von 6 Punkten geholt. Ein super Ergebnis!

Da beim Turnier Schiedsrichter fehlten, habe ich mich bereit erklärt (ich besitze ja eine Schiedsrichterlizenz) an einer Tischreihe zu schiedsen, weshalb ich aber leider nicht so viel von den Partien mitbekommen habe. Oft kamen die Kinder nach ihrer Partie zu mir und haben mir ausführlich berichtet, wie sie Matt gesetzt und warum sie verloren haben. Noch so ein Punkt, bei dem man die Begeisterung für Schach fühlen konnte.

Spaßpartie zwischen Andreas und Pascal

Spaßpartie zwischen Andreas und Pascal

Nun aber zu den Ergebnissen:

In der Gruppe „Mini“ (1. und 2. Klasse) traten wir mit 5 Spielern an, insgesamt waren dort 86 Spieler vertreten:

  • Leonas Stolle spielt sein allererstes Turnier überhaupt. Nachdem die Aufregung in den ersten Runden verflogen war, konnte er zwei seiner Partien gewinnen und landete auf dem 73. Platz. Nach dem Turnier konnte man ihm anmerken, wie glücklich er war dabei zu sein.
  • Ben Gallas spielte ebenfalls sein erstes Turnier. Mit drei Unentschieden in den ersten drei Runden hielt er sich wacker. Später kam noch ein Sieg hinzu, sodass er mit 2,5 Punkten 57. wurde. Dies schaffte er, obwohl er zuletzt wegen parallel stattfindenen Veranstaltungen der Fußball-AG nicht immer zum Schach kommen konnte, was eine Super-Leistung bedeutet.
  • Ebenfalls 2,5 Punkte, aber 2 Siege und 1 Unentschieden erreichte Markos Stavrou und kletterte damit auf den 51. Platz. Damit konnte auch er sich in den letzten Monaten deutlich steigern.
  • Niko Kirchner-Davettas gehört nach der Teilnahme an der Mannschafts-Schnellschach-Meisterschaft der Berliner Schulen und der Teilnahme am SESB-Turnier schon zu den erfahrenen Schülern. Mit 3 Punkten und einem 43. Platz landete er genau in der Mitte der Tabelle.
  • Arved Volland legte gleich einen Raketenstart hin und holte 2,5 von 3. Doch dann kam leider etwas stärkere Gegner, sodass am Ende „nur“ 3,5 von 6 Punkten auf seinem Konto standen. Trotzdem ein Super-Turnier! Ich bin mir sicher, dass er die Punkteausbeute im nächsten Jahr erhöhen kann. Er wurde zugleich bester Athene-Spieler in dieser Altersklasse und belegte den 30. Platz.

In der Gruppe „Midi“ (3. und 4. Klasse) waren wir ebenfalls mit 5 Spieler-/innen vertreten. Hier waren insgesamt 84 Schüler am Start.

  • Irini Magkli spielte sehr konzentriert und nahm sich viel Zeit für die Züge. Leider übersah sie dabei, dass ihre Bedenkzeit schon fast abgelaufen war und musste dann in besseren Stellungen Punkte abgeben und schaffte mit 2 Punkten einen 71. Platz. Trotzdem finde ich es toll, wenn sich die Kinder viel Zeit nehmen und die Stellung in Ruhe anschauen. Bei einem so komplexen Spiel wie Schach lernt man aus solchen Niederlagen mehr, als wenn man zu schnell zieht und unnötig verliert.
  • Auch Ilektra Papadopoulou konnte 2 Punkte beisteuern und erreichte den 69. Platz. Dieses Ergebnis freut mich einmal mehr, da sich Ilektra gerade in der zweiten Hälfte des Schuljahres ihre Spielstärke gesteigert hat.
  • Genauso habe ich mich über die 2 Punkte von Danae Vamvoura gefreut, die damit den 63. Platz belegte. Auch sie ist mit Herzblut beim Schach und hat . soweit ich weiß – im ganzen Schuljahr nicht ein einziges Mal gefehlt. Alle drei Mädchen haben gezeigt, dass Schach bei weitem keine Sache nur für Jungen ist, sondern, dass Mädchen ebenfalls Schach spielen können!
  • Die Überraschung des Turniers war aus meiner Sicht aber Pascal Goldberg, der ebenfalls zur Reihe der Debutanten gehört. Vor dem Turnier konnte ich seine Spielstärke zuerst nicht so richtig einschätzen. Durch eine guten Schlussspurt erreichte er mit 3,5 Punkten den 27. Platz. Auch wenn ein halber Punkt sehr glücklich zu Stande gekommen ist, möchte ich meinen Hut ziehen und einfach sagen: „Weiter so!“
  • Bester Athene-Schüler wurde mit 4 Punkten und einem 14. Platz Andreas Georgiadis. Während er noch bei der Schnellschachmeisterschaft im Januar oft zu schnell spielte, war er diesmal die Ruhe in sich und ließ sich von den Spielern, die schon fertig waren, nicht stören. Beide Niederlagen kamen durch Überschreitung der Bedenkzeit zustande. Leider war die 5. Partie auch auf dem Brett schon verloren, somit konnte er keinen der ersten drei Plätze belegen. Trotzdem eine tolle Leistung!
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Unser Team. Die Mädchen waren leider zu diesem Zeitpunkt schon weg.

Insgesamt bin ich mit dem Turnier mehr als zufrieden. Alle Kinder waren mit Begeisterung dabei, was wohl das Wichtigste ist. Wenn dann noch so tolle Ergebnisse herauskommen ist das wirklich toll. Auch hat mich überrascht, dass ab der dritten Runde alle Kinder sich eigenständig die Paarungslisten angeschaut und zum richtigen Brett gesetzt haben, sodass ich mich nicht darum kümmern brauchte. Auch bei den Turnierneulingen hat das gut geklappt, obwohl, sie das Prozedere vorher noch nicht kannten.

Außerdem möchte ich mich bei der Mutter von Andreas und dem Vater von Danae für die Unterstützung beim Turnier ganz herzlich bedanken!

Allen wünsche ich schöne Sommerferien!

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