Berliner Schulschachmeisterschaft der Grundschulen 2018

1.Runde_

1. Runde gegen Erich-Kästner

Als weißer Fleck auf der Landkarte machten sich 6 Schüler/innen der Athene-Grundschule am Mittwoch nach Prenzlauer Berg zur Endrunde der Berliner Schulschachmeisterschaft auf. Zwar hatten wir schon zweimal am Schnellschachturnier teilgenommen doch bei der Endrunde mit längerer Bedenkzeit waren wir ein noch unbeschriebenes Blatt. Dementsprechend wussten wir noch nicht, wie weit unser Weg führen wird. Ziel war es uns für die Finalrunde der letzten 4 Mannschaften zu qualifizieren. Doch war auch klar, dass unserer Gegner genauso in ihren Schach-AGs regelmäßig trainieren und auch über Vereinsspieler verfügen, die zusätzliches Training in der Woche haben.

Andreas

Andreas Georgiadis

Für uns bedeutet es, dass wir in unserer 4-er-Gruppe unter die besten zwei kommen mussten, um uns fürs Halbfinal zu qualifizieren. Nach der Auslosung war klar, dass wir in der Gruppe gegen die Erich-Kästner-Grundschule, die Grundschule Alt-Schmargendorf und die Private Grundschule Pankow antreten müssen. Eine sehr starke Gruppe! Mit der Erich-Kästner hatten wir den amtierenden Deutschen-Vizemeister zugelost bekommen (auch wenn dieses Jahr die Schule mit veränderter Mannschaft antrat) und mit der privaten Grundschule Pankow den absoluten Favoriten auf den Berliner Meistertitel. Eine Mannschaft gespickt mit Vereinsspielern und einer Durchschnitts-Wertungszahl von über 1200! Auch die Mannschaft aus Alt-Schmargendorf ist nicht zu unterschätzen. Der Trainer Florent Meyer hat viel Erfahrung und bereits die Judith-Kerr zur Deutschen Meisterschaft letztes Jahr geführt!

Nicholas

Nicholas Kakanis

Zuerst kam es zum Wettkampf gegen die Erich-Kästner-Grundschule. Diese kooperiert genauso wie wir mit dem Schachverein „SV Königsjäger Süd-West“, sodass es nicht erstaunlich war, dass Leander Vassiliou an Brett 1 auf den Vereinskameraden Simon Bretzel traf. Simon konnte Leander auch schon im frühen Mittelspiel in die Enge treiben weshalb es für uns umso erleichternder war, dass Andreas Georgiadis an Brett 3 mit einem Angriff mit Dame und Springer mattsetzen konnte und wir schnell 1:0 in Führung gingen. Auch Tony Nguyen und Nicholas Kakanis konnten an Brett 2 und 4 punkten. Als durch die 3:0-Führung der Sieg sicher war, viel auch der Druck von Leander, der sich befreien und überraschend gewinnen konnte, sodass am Ende ein etwas schmeichelhaftes 4:0 für uns zu Buche stand.

Tony

Tony Nguyen

Danach mussten wir gegen die Alt-Schmargendorfer Grundschule bestehen. In gleicher Besetzung sah es am Anfang nicht gut für uns aus. Andreas stand schlechter, Tony hatte eine Figur weniger. Schließlich konnte Nicholas einen wertvollen Punkt holen. Nachdem Andreas das Spiel noch erfolgreich drehen konnte, durfte sich Tony auf Remis einigen, um den Mannschaftssieg perfekt zu machen. Da er materiellen und positionellen Nachteil, war es für ihn umso erleichternder. Als letzter beendete Leander seine Partie und konnte uns das 3,5:0,5 sichern.

Leander

Leander und Arne

Zuletzt hatten wir es mit der Privaten Grundschule zu tun, die schon als Berliner Meister gehandelt wurde. Da wir genauso wie Pankow mit zwei Siegen im Halbfinale standen, änderten wir die Aufstellung. Neben Leander an Brett 1 und Nicholas, der auf Brett 2 vorrückte, waren nun Irini Magkli und Arne Hafener am Start. Beide hatten ihre Erfahrungen beim Schnellschachturnier gesammelt. Gegen die starken Pankower hatten aber beide nicht viel entgegenzusetzen. Der offene König wurde bald zum Angriffsziel und musste der Bedrohung der gegnerischen Figuren erliegen. Leander musste sich dann auch dem starken Gegner beugen, während Nicholas an Brett 2 noch um den Ehrenpunkt kämpfte. Im Endspiel spielte er jedoch ungenau und konnte am Ende von Glück reden, noch mit einem Remis davonzukommen, da der Gegner einen Doppelangriff übersah. So endete der Wettkampf mit 0,5:3,5.

Vorrunde

2. Runde gegen Alt-Schmargendorf

Als Zweitplatzierter mussten wir im Halbfinale gegen den Erstplatzierten der anderen Gruppe, gegen die Lew-Tolstoi-Schule, antreten. An Brett 1 kam es zur dritten Auflage des Duells zwischen Leander und Veronika Mirnaya. Die beiden sind schon zuvor zweimal bei Jugendturnieren aufeinander getroffen. Dabei konnte Leander gegen die Kaderspielerin beim Jugendwinteropen gewinnen, verlor dafür aber bei der Vorrunde zur Einzelmeisterschaft. Es sollte mit Schwarz ein schweres Spiel für ihn werden.

Unser Team vor dem Halbfinale

Den ersten Punkt aber sicherte Nicholas an Brett 4. Er spielte taktisch sehr raffiniert und konnte bald sehr viel Material des Gegners erobern, darunter durch eine Springergabel die Dame des Gegners. Ein schönes Matt in der Mitte des Spielfelds sicherte uns die 1:0-Führung. Doch die Freude über die 1:0-Führung verflog ziemlich schnell, denn an den anderen drei Brettern standen wir schlechter. Andreas‘ Material neigte sich dem Ende, während sein Gegner noch über eine große Anzahl an Figuren und eine umgewandelte Dame verfügte, sodass das 1:1 unvermeidbar war. Tony verteidigte sich um Doppelturmendspiel zunächst gut, konnte jedoch kein Mittel gegen das Einbrechen des gegnerischen Königs finden. So stand es 1:2. Leander Fehler in der Eröffnung führte zu einer schlechteren Stellung und zum Verlust einer Leichtfigur im Mittelspiel. Danach verbrauchte er in Folge viel Bedenkzeit. Seine sehr erfahrene Gegnerin ließ sich das nicht zweimal sagen und blies zum erfolgreichen Mattangriff. 1:3

Pokale

Welcher sollte es werden?

Damit war der Traum vom Finale geplatzt. Doch wir wollten uns im Spiel um den 3. Platz nochmal alles geben. Ein Spaziergang an der frischen Luft und motivierende Worte sollten für einen klaren Kopf sorgen. Unser Gegner war die Richard-Wagener-Grundschule, die im anderen Halbfinale den Pankowern unterlegen war. Nachdem es bei Leander, Tony und Nicholas besser aussah, hatte Andreas bald eine Figur weniger. Nun kam es, wie es kommen musste, Tony übersah mit einer Qualle mehr (Qualle = Qualität: Wenn einer eine Leichtfigur (Läufer oder Springer) und der andere einen Turm besitzt, hat der erste Spieler eine Qualität weniger, der andere eine Qualität mehr) eine Mattkombination, die zum „Arabischen Matt“ führte, während Nicholas in deutlich besserer Stellung Patt setzte, sodass wir beim Stand von 0,5:1,5 zittern mussten. Zum Glück konnte Andreas die Figur zurückerobern und Matt setzen, ehe Leander seinen Gegner bezwang. So konnten wir mit 2,5:1,5 als Sieger aus dem Wettkampf gehen und den 3. Platz erreichen.

Pokal und Medaile

Bei unserer ersten Teilnahme der 3. Platz

Alle unsere Kinder haben gezeigt, dass sie gutes Schach spielen können. Sie gehen mit großer Freude in die Spiele aber auch mit dem nötigen Ehrgeiz. Wir konnten bisher große Entwicklungssprunge bei allen feststellen und sind sehr stolz diese Gruppe begleiten zu können. Nun freuen wir uns auf unsere erste Teilnahme an der Deutschen Schulschachmeisterschaft!

Mannschaft

Herzlichen Glückwunsch an alle Spieler/innen! Ihr habt bei unserer ersten Teilnahme gleich den dritten Platz erspielt; eine großartige Leistung !!!

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